Samstag, 14. April 2018

"Hollerbrunn" von Tina Skupin

Hallo Ihr Lieben!

 




Verlag: Märchenspinnerei
Erscheinungsdatum: 13.04.2017
Seitenanzahl: 250 Seiten
Genre: Märchenadaption
Reihe: Band 3 aus der Reihe der Märchenspinner
Softcover – ISBN: 9783961112968 Preis: 12,90 €
E-Book – Preis: 2,99 €











Und darum geht es:
Ein verschneites Tal.
Ein altes Geheimnis.
Zwei verfeindete Schwestern.

Pünktlich zum ersten Advent kehrt im Hollertal Jahr für Jahr der Winter ein und verwandelt das Tal in eine märchenhafte Zauberwelt. Doch für Marie ist in diesem Jahr nichts mehr wie zuvor, nachdem ihre Mutter an Krebs starb und Stiefmutter und Stiefschwester ins Haus kamen.
Auf dem Hof der alten Frau Hollerbrunn findet Marie Trost, Freundschaft und ganz überraschend die Liebe. Doch ihre Stiefschwester Pegg folgt ihr an den Hof und droht Maries zartes Glück zu zerstören. Und Pegg ist ihr geringstes Problem: Den Hollerhof umgeben finstere Geheimnisse, und bald muss Marie nicht nur für ihr eigenes Glück kämpfen, sondern auch um die Zukunft des ganzen Tals.
Der dritte Band der Märchenspinner entführt den Leser in die eisig-schöne Welt der Alpen. Tina Skupin kombiniert das Frau Holle-Märchen der Gebrüder Grimm mit traditionellen Alpensagen sowie einem Schuss „Eiskönigin“ zu einer Geschichte um Familie, Abschied und Neubeginn.

Band 3 aus der Reihe der Märchenspinner.

Der erste Satz:
»Dieses Alpenkaff ist wirklich das Allerletzte!«



Meine Meinung:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich anfänglich ein wenig verloren fühlte, ich dann aber von Seite zu Seite mich immer besser mit der Geschichte identifizieren konnte. Adaptiert wird in „Hollerbrunn“ das bekannte Grimm Märchen „Frau Holle“. Als Leser entdeckt man durch aus Gemeinsamkeiten und doch ist es ganz anders.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, wirken authentisch und glaubhaft. Gerade mit Marie (Goldmarie) und Pegg (Pechmarie) konnte ich gemeinsam leiden, lachen und weinen. Auch die anderen Charaktere haben ihren eigenen Charme, entweder man mag sie oder eben nicht. Spannend fand ich vor allem die unterschiedlichen Wesenszüge jedes einzelnen und wurde doch auch oft von mehr als überrascht, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Schön fand ich das ich sowohl einige Kapitel aus der Sicht von Marie als auch von Pegg lesen konnte, leider war für mich manchmal nicht ersichtlich aus welcher Perspektive die Geschichte gerade erzählt wurde, das hat mich persönlich manchmal irritiert.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Der lockere und humorvolle Schreibstil hat mir des häufigeren ein Dauerschmunzeln ins Gesicht gezaubert. Zum Ende hin würde die Geschichte recht düster und auch spannend, so dass ich richtig ins Lesefieber gerissen wurde. Auch hier war beim Lesen die Angst und Düsternis stark spürbar.

Die Autorin weiß, wie man einen Spannungsbogen aufbaut und durch unvorhersehbare Wendungen unterbricht, um die Geschichte in eine andere Richtung zu lenken. Vor allem die überraschende Wendung am Ende, fand ich sowohl spannend und hat mich teilweise echt außer Puste gebracht.

Alles in Allem ist „Hollerbrunn“ eine zauberhafte Märchenadaption, die sowohl schöne als auch spannend ist. Auch wenn der Anfang gefühlt dahin plätscherte, einige Konflikte aus der Luft gegriffen wirkte, hat mir das düstere und rasante Ende sehr gefallen. Wobei ich denke, dass der Geschichte auch ein wenig mehr Zeit gut getan hätte, gerade für die Auflösung der Geheimnisse hätte ich mir ein paar mehr Erklärungen gewünscht.

Fazit:
„Hollerbrunn“ ist eine zauberhafte, aber auch düstere und spannende Märchenadaption, die sowohl ein märchenhaftes als auch Fantasyherz höher hüpfen lässt. „Frau Holle“ einmal anders, gut durchdacht, trotz kleiner Schwächen, eine wundervolle Geschichte für Zwischendurch.

Bewertung: 4 von 5 Däumchen nach oben ;)


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